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Geschichte der Gästehäuser

Die Geschichte der Gästehäuser „Felsengrund“ und „Friedensburg“ ist seit über 100 Jahren fest mit dem christlichen Glauben und den Diakonissenschaften „Neuvandsburg“ in Elbingerrode (Harz) und „Zion“ in Aue (Erzgeb.) verbunden.

Haus Felsengrund

Das „Haus Felsengrund“ wurde bereits vor dem 1. Weltkrieg über einige Jahre hinweg von Frl. von Koschembahr und Frl. Petzold, als christliches Erholungsheim geführt.

1920 war ein Großteil der Diakonissen des Mutterhauses im ehemals westpreußischen Vandsburg wegen der verschobenen Grenzen nach Kriegsende gezwungen, sich eine neue Bleibe zu suchen. Die beiden Rathenerinnen stellten daraufhin ihre Häuser, zu denen auch ein großes Gelände mit Gutshof und Landwirtschaft gehörte, den Schwestern zur Verfügung.

Allerdings sprengte die wachsende Schar der Schwestern bald die vorhandenen Räumlichkeiten ihres neuen Mutterhauses „Neuvandsburg“. In der Chronik steht am 6.12.1920: „Wir sind jetzt schon über 70 Schwestern, beten um mehr Raum. Aber mehr noch beten wir um Erweckung, dass mehr Raum wird für das Wirken des Heiligen Geistes.“

Gott schenkte der Schwesternschaft mehr Raum, als sie 1921 nach Elbingerode umziehen konnten. Damit endet jedoch nicht die Geschichte der Schwestern in Rathen. Auch in den schwierigen Zeiten des NS-Regimes und der DDR blieb die Schwesternschaft in Rathen aktiv. 1921 wurde eine Haushaltungsschule gegründet, später wurde das Haus als Kinder- und Entbindungsheim, während des Krieges als Lazarett, dann als Altenheim und bis heute als christliches Erholungshaus genutzt.

Die letzten Diakonissen vom Mutterhaus „Neuvandsburg“ in Elbingerode waren Schwester Gerda Siegfried (Leitung) und Schwester Beate Moosdorf (Hauswirtschaft). Sie führten Haus Felsengrund bis Oktober 2010.

Danach übernahm das Gemeinschafts-Diakonissenmutterhaus „Hensoltshöhe“ in Gunzenhausen (bei  Ansbach) die Trägerschaft für das Haus Felsengrund. Es gehörte ebenso wie das Mutterhaus „Neuvandsburg“ zum DGD (Deutscher Gemeinschafts-Diakonieverband e.V. mit Sitz in Marburg/Lahn). Im Auftrag des neuen Trägers übernahmen Robert & Tabea Andörfer am 24. Oktober 2010 die Aufgabe der Hausleitung.

Friedensburg

Das Haus wurde 1898 als Sommerhaus eines Branntweinhändlers aus Dresden erbaut. Im Jahr 1919 gründete sich hier das Sächsische Gemeinschafts-Diakonissenhaus Zion. Schon im Jahr 1924 zog die Schwesternschaft aus Platzgründen nach Aue. Das Haus wird zum Erholungsheim und trägt genauso wie die Schwesternschaft den Namen „Zion“.

Im Jahr 1937 wird der Name „Zion“ am Turm durch die Nazis verboten und das Haus in „Friedensburg“ umbenannt.

Im Jahr 1940 wurde die Burg von der „Volksdeutschen Mittelstelle“ beschlagnahmt und eine weitere Leitung des Hauses durch die Schwesternschaft verboten. Während des Dritten Reichs erlebte die Burg zuerst eine Nutzung als Umsiedlerlager, dann als Entbindungsheim, Lazarett und schließlich als Krankenhaus. Von 1944 bis 1946 wurde die Arbeit in der „Friedensburg“ den Neuvandsburger Schwestern übertragen, die das im benachbarten „Haus Felsengrund“ eingerichtete Entbindungsheim betrieben. Das schwer in Mitleidenschaft gezogene Haus wurde von Ihnen wieder in Ordnung gebracht.

Die „Rückgabe“ der Burg Ende März 1946 geschah in herzlicher Dankbarkeit für alle in der Burg geleistete Arbeit durch die Neuvandsburger Schwestern. Der Erholungsbetrieb konnte zunächst mit sehr bescheidenen Mitteln wieder beginnen. Schwester Elfriede Hofmann wurde daraufhin mit der Leitung des Gästebetriebes beauftragt.

Nach der Wiedervereinigung 1990 gingen die Gästezahlen stark zurück. Damit waren erhebliche finanzielle Einbußen verbunden. Bis zum Jahr 1993 liegt die Leitung der „Friedensburg“ in den Händen von Schwester Elfriede Barth, danach war Schwester Helga Mertens bis Anfang 1997 für den Gästebetrieb verantwortlich.

Zwischenzeitlich übernahm für ca. ein halbes Jahr Frau Margit Weinhold kommissarisch die Leitung des Hauses, bevor im September 1997 Schwester Dorothea Colditz, zusammen mit Claudia Gruber diese Aufgabe übertragen bekamen.

Im Mai 2000 übernehmen Kerstin und Christfried Brand die Leitung des Hauses. Viele notwendige Ausgaben für Reparaturen im Jahr 2000 müssen aus der Schwesternkasse des Gemeinschafts-Diakonissenhauses Zion bestritten werden. Es wird über die Schließung des Hauses beraten. Als letzte Chance starten die Hauseltern den Aufruf: „Rettet die Burg“! Ab 2001 geht es langsam wieder aufwärts. Durch Spenden und bewilligte Fördermittel können in den Jahren 2001 bis 2014 viele  Bau- und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Auch die Gästezahlen stabilisieren sich zusehends.

Im März 2014 beschlossen die Träger beider Häuser die Schließung der Gästehäuser „Felsengrund“ und „Friedensburg“ in Rathen. In den Freundeskreisen der Häuser regte sich daraufhin großer Widerstand. Eine Initiativgruppe beschäftigte sich daraufhin mit der Sicherung der Zukunft der beiden Häuser, daraus ging die Stiftung Friedensburg & Felsengrund hervor, die am 31.08.2015 gegründet und am 14.10.2015 als rechtsfähig anerkannt wurde.

Der Gästebetrieb wird mit der zum 01.09.2014 neu gegründeten Felsengrund & Friedensburg Gästehäuser GmbH weitergeführt.

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